25
Jun
2011
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Textrezepte 72 – Netiquette

Die wichtigsten Höflichkeitsregeln und die ärgerlichsten Unarten im E-Mail-Schriftverkehr

Höflichkeitsregeln

  • Auch ein E-Mail ist eine Visitenkarte. Zu einer professionellen elektronischen Nachricht gehören neben der Botschaft ein Betreff, eine Anrede, ein Grusswort und eine elektronische Unterschrift (Signatur).
  • E- Mails werden rasch gelesen und enthalten daher nur wirklich Wichtiges. Die Formulierung ist knapp, klar und präzise. Längere Texte, Grafiken und Tabellen gehören in den Anhang.
  • Gross- und Kleinschreibung erleichtert die Lesbarkeit und ist ein Gebot der Höflichkeit.
  • Die Betreffzeile ist prägnant und informiert den Empfänger in Kürze darüber, worum es im E-Mail geht (Vorbild: Zeitungsschlagzeile).
  • Es ist sinnvoll, in einem E-Mail nur ein Thema zu behandeln. Das erleichtert dem Empfänger die Bearbeitung und Ablage.
  • Empfohlene Reaktionszeit: Innerhalb von 24 Stunden.
  • Abwesenheitsassistent: Die Nachricht ist freundlich, klar und orthografisch korrekt formuliert (siehe verschiedene Textrezepte).

Unarten

Im E-Mail-Schriftverkehr sorgen vor allem folgende Unarten für rote Köpfe:

  • Kein oder lediglich ein nichtssagender Betreff.
  • Der unüberlegte Einsatz der „Kopie“-Zeile (einfach einmal alle auf den Verteiler nehmen, die eventuell am Thema interessiert sind).
  • Das Weiterleiten von persönlichen E-Mails ohne Einwilligung des Versenders.
  • Wenn als Anrede nur ein saloppes «Hallo» erscheint oder die Anrede gänzlich fehlt.
  • Kleinschreibung sowie Tipp- und/oder Orthografiefehler.
  • Kein Grusswort und/oder fehlende Signatur.
  • Endloses Einsetzen der Antwort-Funktion (Re: AW: Re: AW: Re: AW).

PS. Die korrekte Schreibweise ist „die E-Mail“ (also nicht Email oder eMail). In Süddeutschland, in der Schweiz und in Österreich ist auch „das E-Mail“ korrekt.